Die Wall Street richtet ihren Blick mit neuer Intensität auf Amazon. Analysten von Barclays haben angedeutet, dass AMZN in den kommenden Monaten bereit zu sein scheint, andere Mitglieder der Magnificent 7 zu übertreffen, unter Berufung auf die robuste AWS-Dynamik und eine unerwartet starke Halbleiter-Sparte.
Amazon.com, Inc., AMZN
Das in London ansässige Finanzinstitut stellte in einem Research-Memo an Kunden fest, dass die jüngsten Leistungsindikatoren "Zuversicht hinsichtlich des AWS-Aufwärtspotenzials durch KI in den kommenden Jahren" vermitteln. Während Barclays anerkennt, dass Amazon "eine der am stärksten diskutierten Aktien" in ihrem Abdeckungsuniversum bleibt, betonte das Unternehmen, dass sich eine überzeugende bullische Entwicklung abzeichnet.
Diese Entwicklung erhielt durch jüngste Unternehmensoffenlegungen erhebliche Bestätigung. Amazon gab bekannt, dass AWS ausschließlich aus Diensten für künstliche Intelligenz eine annualisierte Umsatzrate von 15 Milliarden US-Dollar erreicht hat. Darüber hinaus beabsichtigt der Tech-Gigant, bis 2027 über eine Million Nvidia-Prozessoren einzusetzen.
Laut den Berechnungen von Barclays könnte die vollständige Bereitstellung dieser Prozessorflotte jährlich etwa 100 Milliarden US-Dollar an AWS-Umsatz generieren. Diese Prognose stellt einen bedeutenden Katalysator für die zunehmende Überzeugung der Analysten bezüglich der Aktie dar.
Die proprietäre Chip-Sparte des Unternehmens erlebt eine explosive, aber unterschätzte Expansion. Der externe Umsatz hat eine jährliche Umsatzrate von 20 Milliarden US-Dollar erreicht und sich in nur drei Monaten verdoppelt. Unter Berücksichtigung des internen Verbrauchs charakterisiert Amazon dies als ein Unternehmen, das sich 50 Milliarden US-Dollar nähert.
Neben der Herstellung von Trainium-KI-Beschleunigern entwickelt Amazon gleichzeitig eigene zentrale Prozessoreinheiten. Da sich agentenbasierte KI-Anwendungen vermehren, entwickeln sich CPUs zur nächsten Recheneinschränkung, und Amazon positioniert sich strategisch, um dieser Entwicklung zu begegnen.
AWS verzeichnete im letzten Quartal ein Umsatzwachstum von 24% im Jahresvergleich – die stärkste Performance seit über 36 Monaten. Die Cloud-Sparte brachte im vierten Quartal eine bedeutende Infrastruktureinrichtung online, die dem KI-Partner Anthropic gewidmet ist, was die Nachfrage weiter katalysiert.
Das Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis von AMZN liegt derzeit bei 32. Obwohl dies im Vergleich zum Tiefstand von 24 im letzten Jahr erhöht ist, bleibt dies historisch attraktiv für das Unternehmen. Amazons nachlaufendes KGV hat im Laufe des Großteils des vergangenen Jahrzehnts eine Abwärtsentwicklung gezeigt.
Vielleicht bemerkenswerter ist Amazons aktueller Bewertungsabschlag im Vergleich zu Walmart und Costco im Einzelhandelssektor – trotz eines überlegenen Umsatz- und Gewinnwachstums im Vergleich zu beiden Wettbewerbern.
Die nordamerikanische Betriebsmarge erreichte im vierten Quartal 9% und stieg damit von 8% im Vorjahreszeitraum. Diese Margenverbesserung führte zu einem Anstieg des nordamerikanischen Betriebsergebnisses um 24%, trotz eines Umsatzwachstums von nur 10%.
Automatisierungstechnologien und künstliche Intelligenz verbessern die betriebliche Effizienz in Amazons E-Commerce-Infrastruktur. Eine erhebliche Expansion im hochmargigen Segment der gesponserten Werbung trägt ebenfalls zur Margenverbesserung bei.
Amazons Lebensmittelgeschäft überschritt im Jahr 2025 150 Milliarden US-Dollar im US-Bruttowarenumsatz und etablierte das Unternehmen als zweitgrößten Lebensmittelhändler Amerikas, nur hinter Walmart.
Die Wall Street behält auf Basis der Einschätzungen von 46 Analysten ein Konsensrating Strong Buy für die AMZN-Aktie bei – 43 empfehlen Buy, während drei Hold vorschlagen. Das durchschnittliche Kursziel von 284,09 US-Dollar deutet auf ein Aufwärtspotenzial von etwa 15% gegenüber den aktuellen Niveaus hin.
AMZN wird derzeit zu 254,29 US-Dollar gehandelt, mit einem intraday Anstieg von 1,84%, und nähert sich seinem 52-Wochen-Höchststand von 258,60 US-Dollar.
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