Senatorin Elizabeth Warren warf dem Vorsitzenden der U.S. Börsenaufsichtsbehörde SEC, Paul Atkins, vor, den Kongress wahrscheinlich irregeführt zu haben, nachdem neu veröffentlichte Daten für das Haushaltsjahr 2025 zeigten, dass die Durchsetzungsmaßnahmen auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gefallen waren.
Warren schickte Atkins am 17.04.2025 einen Brief, nachdem die SEC am 07.04. ihre jährlichen Durchsetzungszahlen veröffentlicht hatte. Ihre Erklärung vor dem Bankenausschuss des Senats besagte, dass die Daten Bedenken aufwerfen, dass Atkins möglicherweise versucht habe, Gesetzgeber über den Zustand der Durchsetzung der Behörde während seiner Aussage am 12.02. irrezuführen.
SEC-Daten zeigten, dass die Behörde im Haushaltsjahr 2025 456 Durchsetzungsmaßnahmen eingereicht hat, darunter 303 eigenständige Maßnahmen und 69 Folgeverfahren in der Verwaltung. Ebenso erklärte die Behörde, dass Gerichts- und Verwaltungsanordnungen 17,9 Milliarden US-Dollar (25,1 Milliarden AU-Dollar) an finanzieller Entschädigung auferlegten, darunter 10,8 Milliarden US-Dollar (15,1 Milliarden AU-Dollar) an Herausgabe und vorprozessualen Zinsen sowie 7,2 Milliarden US-Dollar (10,1 Milliarden AU-Dollar) an Zivilstrafen.
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Warrens Büro erklärte, die Durchsetzungsaktivitäten seien unter der Trump-Administration um 20% auf den niedrigsten Stand seit über 20 Jahren gesunken. Ihr Brief besagte, dass die Anzahl der von der SEC eingeleiteten Durchsetzungsmaßnahmen im Haushaltsjahr 2025 niedriger war als zu jedem Zeitpunkt im letzten Jahrzehnt.
Warren stellte den Rückgang als Beweis dafür dar, dass die Aufsichtsbehörde von ihren zentralen Aufsichtspflichten zurücktritt, auch nach Jahren intensiver Durchsetzung im Bereich digitaler Vermögenswerte. Sie bat Atkins, Fragen bis zum 28.04. zu beantworten, und warnte, dass die bewusste Irreführung des Kongresses schwere Strafen nach sich ziehen kann.
SEC-Vorsitzender Paul S. Atkins erklärte, die Behörde habe die „Regulierung durch Durchsetzung" beendet und leite Ressourcen nun in Richtung Betrug, Marktmanipulation, Verletzungen von Treuepflichten und anderen Fällen von Anlegerschäden um.
SEC-Kommissar Mark T. Uyeda verteidigte die Änderung ebenfalls und erklärte, er unterstütze die Abkehr von der Durchsetzung als politisches Instrument und die Rückkehr zu historischen Normen. Die Behörde erklärte, das Haushaltsjahr 2025 sei eine Übergangszeit gewesen, nachdem eine neue Führung eingetroffen und sich Rechtsstreitprioritäten verschoben hätten.
Der Durchsetzungsbericht wies dennoch auf große finanzielle Rückerstattungen hin. SEC-Zahlen zeigten, dass etwa 262 Millionen US-Dollar (366,8 Millionen AU-Dollar) an geschädigte Anleger zurückgegeben wurden, während Whistleblower-Prämien insgesamt etwa 60 Millionen US-Dollar (84 Millionen AU-Dollar) an 48 Personen betrugen.
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