Der europäische Kryptosektor macht erneut große Schritte in Richtung Reife. Laut mehreren Quellen arbeitet die österreichische Kryptobörse Bitpanda hinter den Kulissen an einem Börsengang. Die mögliche Bewertung von Bitpanda könnte dabei auf bis zu fünf Milliarden Euro steigen. Damit würde das Unternehmen auf Anhieb zu einem der wertvollsten Kryptounternehmen Europas werden.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Während die Regulierung strenger wird und die Märkte kritischer agieren, scheint Bitpanda Vertrauen zu fassen und den Schritt an die Börse zu wagen.
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Laut einem Bericht von Bloomberg plant Bitpanda, noch in der ersten Hälfte des Jahres 2026 an die Börse zu gehen. Als Börsenplatz soll Berichten zufolge Frankfurt, das Finanzzentrum Deutschlands, gewählt werden.
Ein Börsengang bedeutet, dass ein Unternehmen seine Anteile erstmals der breiten Öffentlichkeit anbietet. Investoren können sich durch den Kauf von Aktien beteiligen. Für ein Kryptounternehmen stellt dies einen bedeutenden Schritt dar, da er zusätzliches Kapital, höhere Bekanntheit und oft auch größeres Vertrauen seitens Aufsichtsbehörden und Investoren mit sich bringt.
Die angestrebte Bewertung von Bitpanda liegt zwischen vier und fünf Milliarden Euro. Das Unternehmen wurde im Jahr 2014 gegründet und richtet sich vor allem an Privatanleger. Nutzer können über die Plattform Kryptowährungen einfach kaufen, verkaufen und verwahren. Nach eigenen Angaben zählt Bitpanda inzwischen mehr als sieben Millionen Nutzer.
Für die Vorbereitung des Börsengangs sollen mehrere große Banken eingebunden sein. Unter anderem Goldman Sachs, Citigroup und die Deutsche Bank sollen das Unternehmen beratend unterstützen.
Auffällig ist, dass Bitpanda einen früher diskutierten Börsengang in London ausgeschlossen hatte. Laut CEO Eric Demuth bietet Frankfurt eine höhere Liquidität, was bedeutet, dass Aktien dort leichter handelbar sind.
Der mögliche Börsengang fällt in eine Phase, in der Europa zunehmend über finanzielle Autonomie nachdenkt. Insbesondere das schnelle Wachstum von Stablecoins bereitet Politikern und Ökonomen Sorgen.
Ein zentrales Problem besteht darin, dass viele der populären Stablecoins nicht aus Europa stammen. Sie werden von ausländischen Unternehmen ausgegeben und basieren häufig auf nicht‑europäischen Zahlungssystemen.
Nach Ansicht europäischer Wirtschaftsexperten führt dies zu einem wachsenden Einfluss externer Akteure auf das europäische Geldsystem. In Zeiten finanzieller Instabilität oder geopolitischer Spannungen kann dies erhebliche Risiken mit sich bringen.
Vor diesem Hintergrund wächst der Druck, das Projekt des digitalen Euro voranzutreiben. Dabei handelt es sich um eine digitale Version der Gemeinschaftswährung, die von der Europäischen Zentralbank ausgegeben werden soll. Obwohl sich der digitale Euro bereits in der Entwicklung befindet, steht die politische Zustimmung noch aus.
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