Das Justizministerium hat diese Woche einen Venezolaner angeklagt. Er soll Krypto-Börsen genutzt haben, um 1 Mrd. USD in einem Geldwäsche-Skandal zu waschen.
In der Klage steht, dass das Geld in die Vereinigten Staaten und wieder hinaus bewegt wurde. Ziel waren unter anderem „Hochrisiko”-Länder wie Kolumbien, China, Panama und Mexiko.
Laut Gerichtsakten wird dem 59-jährigen Jorge Figueira aus Venezuela vorgeworfen, viele Bankkonten, Konten bei Kryptobörsen, private Krypto-Wallets und Scheinfirmen genutzt zu haben. Damit wollte er illegal erworbenes Geld grenzüberschreitend transportieren und waschen.
Figueira soll nach einem mehrstufigen Plan vorgegangen sein. Dazu gehörte zum Beispiel, das Geld in Krypto umzuwandeln und über ein Netzwerk aus Digital-Wallets weiterzuleiten. Die Krypto-Vermögenswerte wurden dann durch verschiedene Stationen geschleust, um die Herkunft zu verschleiern.
Er soll das Geld an Liquiditätsanbieter geschickt haben, um Krypto in USD zu tauschen. Anschließend wurden die Beträge auf seine Bankkonten und später an die Endempfänger übertragen.
Der Fall gegen Figueira wird zurzeit im Eastern District of Virginia geprüft. US-Anwältin Lindsey Halligan betonte, dass die riesigen Geldsummen große Gefahren für die öffentliche Sicherheit darstellen.
Bei einer Verurteilung drohen Figueira bis zu 20 Jahre Gefängnis.
Dies ist eine von mehreren Ermittlungen aus dem letzten Jahr. Sie zeigen, dass Kryptowährungen immer öfter für illegale Geschäfte genutzt werden.
Im Jahr 2025 haben Krypto-Verbrechen einen neuen Höchststand erreicht. Die Entwicklung scheint auch im neuen Jahr weiterzugehen.
Laut einem Bericht von Chainalysis gingen im letzten Jahr mindestens 154 Mrd. USD an illegale Adressen. Das sind 162 Prozent mehr als 2024.
Laut Bericht nutzen Kriminelle bevorzugt vor allem Stablecoins. 2020 machte Bitcoin rund 70 Prozent der illegalen Transaktionen aus. Stablecoins hatten damals nur 15 Prozent Anteil am Gesamtvolumen.
Fünf Jahre später zeigt sich ein anderes Bild. 2025 machten Stablecoins 84 Prozent aller illegalen Transaktionen aus. Bitcoin wurde nur noch für 7 Prozent genutzt.
Deshalb mussten große Stablecoin-Herausgeber eingreifen. Am Sonntag hat Tether, Herausgeber von USDT, über 180 Mio. USD eingefroren. Grund war der Verdacht auf illegale Aktivitäten in Wallets auf Tron.
Dieser Vorfall zeigt auch, dass Polizei, Stablecoin-Herausgeber und Analysefirmen für Blockchain immer enger zusammenarbeiten.
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