Während weltweit Krisen eskalieren, zeigt sich die Börse unbeeindruckt. Der AEX-Index durchbrach kürzlich die symbolträchtige Marke von 1.000 Punkten, und Gold sowie Silber erreichen neue Rekorde.
Es scheint, als würden die Märkte einer anderen Realität folgen – und das stimmt in gewisser Weise.
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Trotz geopolitischer Spannungen steigen die Aktienmärkte weiter. Warum? Anleger konzentrieren sich auf Faktoren wie Zinserwartungen, Unternehmensgewinne und Kapitalströme – und nicht auf die politische Unsicherheit.
Zusammengefasst:
Normalerweise glänzt Gold, wenn Aktienmärkte schwächeln. Doch derzeit steigen beide – Aktien und Edelmetalle. Das scheint widersprüchlich, ist aber erklärbar: Viele Anleger investieren zugleich in Wachstum (Aktien) und Absicherung (Gold).
Gold dient dabei oft als „Airbag“ im Portfolio – im Idealfall ungenutzt, aber bereit für den Ernstfall.
Der Goldpreis. Quelle: Goldbroker.com.
Ein weiteres Stichwort lautet TINA – There Is No Alternative. Bei niedrigen Zinsen erscheinen Aktien als die einzig verbleibende Möglichkeit, um überhaupt Rendite zu erzielen.
Wenn Ersparnisse die Inflation nicht ausgleichen, greifen Anleger zu riskanteren, aber potenziell profitableren Anlagen wie Aktien.
Die vergangene Woche war geopolitisch angespannt – von Trumps Aussagen über Grönland und Venezuela bis hin zu Debatten über Zölle und neue Krypto-Gesetze in den USA. Solche Entwicklungen sorgen für Volatilität, bieten aber auch eines, das institutionelle Anleger schätzen: mehr Klarheit.
Regulierung ist nicht nur eine Bremse – oft ist sie der Startschuss für Wachstum. Je klarer die Regeln, desto eher steigen große Investoren ein. Allerdings ist nicht jede Nachricht positiv: Eine wegweisende Krypto-Gesetzgebung ist derzeit wegen Problemen mit Coinbase ins Wanken geraten.
Geopolitische Spannungen belasten nicht automatisch alle „riskanten“ Anlageklassen. In der Kryptowelt kann Unruhe sogar ein Auslöser für Wachstum sein – weil Teile des Marktes dann Alternativen außerhalb traditioneller Systeme suchen.
Manche Analysten glauben sogar, dass Unsicherheit Bitcoin näher an das psychologische Ziel von 100.000 US-Dollar bringen könnte – eine Marke, an der viele Kauf- und Verkaufsaufträge gebündelt sind und die daher starkes Kursverhalten auslöst.
Steigende Märkte erzeugen Angst, zu spät zu sein. Diese Fear of Missing Out (FOMO) führt dazu, dass Anleger kaufen – nicht, weil etwas günstig ist, sondern aus Angst, dass es noch teurer wird.
Niemand will zusehen, wie andere Gewinne machen, also springen viele auf, obwohl der Zug längst abgefahren sein könnte.
Experten warnen: Viele Anleger unterschätzen die Risiken. Sie verlassen sich zu sehr darauf, dass Notenbanken und Staaten im Ernstfall eingreifen. Gleichzeitig wachsen globale Schulden, und immer mehr Finanzierung erfolgt außerhalb traditioneller Banken.
Die aktuellen Kurse spiegeln möglicherweise nicht alle politischen Risiken wider. Steigende Energiepreise, stockender Welthandel oder Probleme in Lieferketten könnten das Marktklima schlagartig drehen – sowohl für Aktien als auch für Krypto.
Der AEX über 1.000 Punkte fühlt sich in dieser Weltlage merkwürdig an – und doch ist es typisch für die Funktionsweise der Märkte. Anleger blicken auf Zinsen, Gewinne und Liquidität. Doch die geopolitische Realität kann die Wirtschaft über Energiepreise, Handel und Wachstum schnell einholen.
Gleichzeitig senden Gold und ein Bitcoin, der sich der 100.000-Dollar-Marke nähert, ein anderes Signal: Unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Die Märkte feiern – doch politisch bewegen wir uns auf dünnem Eis.
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