Vitalik Buterin, der Mitbegründer von Ethereum, hat eine grundlegende Änderung des Staking-Systems im Netzwerk vorgeschlagen, um die Abhängigkeit von einem Validator zu eliminierenVitalik Buterin, der Mitbegründer von Ethereum, hat eine grundlegende Änderung des Staking-Systems im Netzwerk vorgeschlagen, um die Abhängigkeit von einem Validator zu eliminieren

Vitalik Buterin schlägt Lösung für Ethereum Staking vor — Kein Single-Node-Risiko mehr

Vitalik Buterin, der Mitbegründer von Ethereum, hat eine grundlegende Änderung des Staking-Systems im Netzwerk vorgeschlagen, um die Abhängigkeit von einem Validator-Knoten zu beseitigen.

In einem detaillierten Beitrag, der am Mittwoch im Ethereum Research Forum veröffentlicht wurde, stellte Buterin die Idee der "nativen verteilten Validator-Technologie" oder Native DVT vor.

Quelle: ethresear.ch

Die Idee würde es Stakern ermöglichen, Validator-Verantwortlichkeiten direkt auf Protokollebene über mehrere Knoten zu verteilen, anstatt sich auf komplexe externe Setups zu verlassen.

Ethereums Staking-Boom wirft neue Sicherheitsfragen auf

Der Vorschlag kommt, während Ethereum-Staking Rekordmaßstäbe erreicht, mit mehr als 36 Millionen ETH, die nun über fast eine Million Validatoren gestaked sind, wobei der Gesamtwert der gestakten Vermögenswerte 118 Milliarden US-Dollar übersteigt.

Quelle: ValidatorQueue.

Während dieses Wachstum die Sicherheit von Ethereum gestärkt hat, hat es auch langjährige Bedenken hinsichtlich Zentralisierung, Betriebsrisiken und der technischen Barrieren für Solo-Staker verstärkt.

Während eines Großteils der Proof-of-Stake-Geschichte von Ethereum bedeutete der Betrieb eines Validators, 32 ETH hinter einer einzigen Maschine und einem einzigen privaten Schlüssel zu platzieren.

Jeder Ausfall, von einem Stromausfall über einen Software-Fehler bis hin zu einer Sicherheitsverletzung, könnte zu Inaktivitätsstrafen oder Slashing führen.

Diese Risiken drängten viele Nutzer zu großen Staking-Anbietern und Liquid-Staking-Plattformen, wodurch die Kontrolle über den Konsens bei einer relativ kleinen Gruppe von Betreibern und Cloud-Anbietern konzentriert wurde.

Buterins Vorschlag zielt direkt auf dieses Single-Node-Risiko ab, da unter dem vorgeschlagenen Native DVT ein Validator mit einem größeren Guthaben mehrere Schlüssel registrieren dürfte, bis zu maximal 16, und einen Schwellenwert für Signieraufgaben definieren könnte.

Validator-Aktionen wie Blockvorschläge oder Attestierungen würden nur dann als gültig angesehen, wenn eine Mindestanzahl dieser Schlüssel gemeinsam signiert hätte.

Solange mehr als zwei Drittel der Knoten sich ehrlich verhalten, würde der Validator ohne Strafen normal weiterlaufen.

Buterins Native-DVT-Idee zielt auf einfacheres, sichereres ETH-Staking ab

Im Gegensatz zu bestehenden DVT-Lösungen wie Obol oder ssv.network, die auf externe Tools, Netzwerkschichten und die linearen Eigenschaften von BLS-Signaturen angewiesen sind, würde Buterins Design direkt in die Konsensregeln von Ethereum eingebettet.

Er argumentierte, dass dies die Staking-Operationen dramatisch vereinfachen, die Setup-Komplexität reduzieren und Abhängigkeiten beseitigen würde, die möglicherweise nicht mit zukünftigen kryptografischen Upgrades kompatibel sind.

Aus Nutzerperspektive beschrieb Buterin die Erfahrung als Betrieb mehrerer Standard-Validator-Knoten mit minimalen Konfigurationsänderungen.

Der Großteil der zusätzlichen Komplexität würde sich auf die Blockproduktion beschränken, bei der ein Knoten als temporärer Leiter fungieren und andere dessen Ausgabe mitsignieren würden.

Der Vorschlag richtet sich explizit an mittelgroße bis große ETH-Inhaber, einschließlich Institutionen und einzelne "Whales", die derzeit vor der Wahl stehen, fragile Single-Node-Setups zu betreiben oder die Kontrolle an Staking-Anbieter auszulagern.

Durch die Vereinfachung des Multi-Node-Stakings sagte Buterin, könnte Native DVT die Client-Diversität erhöhen, messbare Dezentralisierungsmetriken verbessern und mehr selbstverwahrliches Staking fördern.

Ethereum-Entwickler diskutieren praktische Herausforderungen des DVT-Modells

Die Diskussion zog schnell technisches Feedback aus der Community an.

Der Ethereum-Entwickler Alonmuroch stellte Fragen zur Koordination während der Blockproduktion, zur Möglichkeit mehrerer Proposer, die um das Sammeln von Signaturen konkurrieren, und zur Notwendigkeit einer Schlüsselrotation auf Protokollebene, um kompromittierte Schlüssel zu handhaben, ohne Validatoren zum Ausstieg und erneuten Staking zu zwingen.

Buterin stimmte weitgehend zu und stellte fest, dass sofortige Schlüsseländerungen machbar sein sollten und dass die Reduzierung operativer Kopfschmerzen zentral für die Motivation des Vorschlags ist.

Der Vorschlag passt auch in eine breitere Verschiebung in Buterins jüngster öffentlicher Botschaft.

Anfang dieses Monats erklärte er 2026 zum Jahr, in dem Ethereum verlorenes Terrain bei Selbstsouveränität und Vertrauenslosigkeit zurückgewinnen würde, und forderte weniger Kompromisse zugunsten von Bequemlichkeit.

Tage später warnte er, dass Ethereum Gefahr läuft, ein "unhandliches Durcheinander" zu werden, wenn Entwickler weiterhin Komplexität auf das Protokoll schichten, ohne bewusste Vereinfachung.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website veröffentlichten Artikel stammen von öffentlichen Plattformen und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie spiegeln nicht unbedingt die Ansichten von MEXC wider. Alle Rechte verbleiben bei den ursprünglichen Autoren. Sollten Sie der Meinung sein, dass Inhalte die Rechte Dritter verletzen, wenden Sie sich bitte an [email protected] um die Inhalte entfernen zu lassen. MEXC übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte und ist nicht verantwortlich für Maßnahmen, die aufgrund der bereitgestellten Informationen ergriffen werden. Die Inhalte stellen keine finanzielle, rechtliche oder sonstige professionelle Beratung dar und sind auch nicht als Empfehlung oder Billigung von MEXC zu verstehen.