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Circle wagt alles: Bringt dieser Schritt die globale Finanzwelt aus dem Gleichgewicht?

Circle hat StableFX gestartet. Diese Initiative soll den täglichen Devisenmarkt im Wert von 10 Bio. USD verändern. StableFX ermöglicht den Währungstausch rund um die Uhr auf der Blockchain mit Stablecoins.

Die Plattform wurde im November 2025 auf Circles Arc-Blockchain vorgestellt. Sie will alte Probleme im Devisenhandel lösen, zum Beispiel das Vorab-Finanzieren, lange Abwicklungszeiten und den Handel auf vielen, verschiedenen Plattformen.

Circle bringt StableFX – Revolution für den globalen Devisenmarkt

Mit StableFX können Unternehmen Stablecoin-Paare wie USDC/EURC handeln. Die Ausführung erfolgt über Request-for-Quote (RFQ) direkt bei mehreren Liquiditätsanbietern.

Die atomare Payment-versus-Payment (PvP)-Abwicklung verkürzt die übliche T+1/T+2-Abwicklungszeit auf unter eine Sekunde. Vorab-Finanzierungen und bilaterale Verträge sind nicht nötig. Das spart Kapital für die Finanzabteilung, Zahlungen und den internationalen Handel.

Die Initiative enthält auch das Partner-Stablecoins-Programm. Dieses Programm unterstützt Stablecoin-Anbieter aus Japan, Brasilien, Südkorea, den Philippinen, Australien und Südafrika.

Die ersten Nutzer zeigen sich optimistisch. Japan hat USDC im März 2025 durch ein Gemeinschaftsprojekt mit SBI Holdings zugelassen. Zudem wurde der japanische Stablecoin JPYC in StableFX integriert, sodass günstige Yen-USDC-Tausche möglich sind.

Schwellenländer wie Singapur und Malaysia prüfen Stablecoins, um den Handel zu tokenisieren und Währungsrisiken abzusichern. Auch in Ländern wie Brasilien und Südkorea wächst das Interesse weiter.

Von schnellen Transaktionen zum Systemrisiko: Chancen und Risiken von StableFX

StableFX löst zentrale Probleme im Devisenmarkt. Durch den Betrieb auf der Blockchain:

  • Ermöglicht StableFX programmierbare und durchgehend verfügbare Währungswechsel.
  • Setzt StableFX auf das Cross-Chain Transfer Protokoll (CCTP) von Circle, um Liquidität zwischen Blockchains bereitzustellen.
  • Bietet StableFX Unternehmen Zugang über Gateway-APIs und einfach zu bedienende Wallets.

Damit kann Währungstausch direkt in Apps eingebunden werden. Das ermöglicht internationalen Handel in Echtzeit.

Der Nutzen für den Markt liegt auf der Hand, weil der Devisenhandel bisher durch alte Systeme und viele Plattformen gebremst wurde. Nun kann er so schnell und flexibel werden wie das Internet selbst.

Die Kosten sinken, die Abwicklung verkürzt sich von Tagen auf Sekunden. Klare Regeln wie das US-GENIUS-Gesetz und Circles Börsengang helfen bei der Nutzung.

Doch es gibt Risiken. Die Stabilität der Stablecoin-Bindung ist eine Gefahr: USDC fiel 2023 nach dem Bankrott der Silicon Valley Bank kurzzeitig auf 87 Cent.

Das zeigt, dass auch etablierte Stablecoins ins Wanken geraten können. Weitere Risiken sind zum Beispiel Fehler im Smart Contract, Wallet-Probleme oder nicht umkehrbare Transaktionen. Dadurch könnten Devisenströme gestört werden.

Betrug und illegale Aktivitäten bleiben Herausforderungen. 2024 wurden 12,4 Mrd. USD an Krypto-Betrugsfällen gemeldet. Und über 4 Mrd. USD in 2025. Unklare Regeln – besonders im Rahmen von Europas MiCA und in den Vereinigten Staaten – können die Einführung weiter behindern.

Fachleute warnen zudem davor, dass ein unkontrolliertes Wachstum ähnliche Risiken schaffen könnte wie in den Geldmarktfonds.

Circle hofft, dass StableFX den Welt-Devisenmarkt und den internationalen Handel neu gestalten kann: schneller, programmierbar und mit effizienterem Kapitaleinsatz.

Gleichzeitig könnten größere Probleme mit der Stabilität, Angriffe oder neue Vorschriften für Circle und seine Partner große Verluste bedeuten.

StableFX steht damit für die Chancen eines weltweit neuen Devisensystems, birgt aber auch das Risiko eines Experiments, das unser Geld grundlegend verändern könnte.

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