Die Zentralbank von Kenia (CBK) hat die Öffentlichkeit davor gewarnt, Banknoten zu beschädigen, und verweist auf einen Anstieg von Bargeld-Blumensträußen und dekorativen Darstellungen, die ihrer Ansicht nach gegen das Strafgesetzbuch des Landes verstoßen.
In einer Mitteilung am Montag erklärte die CBK, sie habe einen Anstieg bei der Verwendung von Kenia-Schilling-Noten zur Erstellung von Bargeld-Blumensträußen, dekorativen Darstellungen und ähnlichen Arrangements beobachtet, insbesondere bei Hochzeiten, Abschlussfeiern und anderen Feierlichkeiten. Während die Regulierungsbehörde sagte, sie habe nichts dagegen einzuwenden, dass Bargeld als Geschenk gegeben wird, betonte sie, dass eine solche Verwendung keine Handlungen umfassen sollte, die Banknoten verändern oder entstellen.
„Solche Praktiken beeinträchtigen die Integrität von Kenia-Schilling-Banknoten und machen sie für den Umlauf ungeeignet", sagte die CBK. „Die Verwendung von Klebstoffen, Stecknadeln, Heftklammern und ähnlichen Materialien beschädigt Banknoten und beeinträchtigt den effizienten Betrieb von Bargeldhandhabungs- und Verarbeitungsgeräten, einschließlich Geldautomaten (ATMs), Geldzählmaschinen und Sortiergeräten."
Die Warnung kommt vor dem Valentinstag, einer Zeit, in der Bargeld-Blumensträuße und andere dekorative Gelddarstellungen stark an Beliebtheit gewinnen. Die CBK versucht, einen saisonalen Anstieg beschädigter Banknoten zu verhindern, der die Kosten für das Drucken und Ersetzen von Währungen in die Höhe treibt.
Die Regulierungsbehörde sagte, dass die Beschädigung von Währungen nicht nur ein technisches, sondern auch ein rechtliches Problem sei. Abschnitt 367 des kenianischen Strafgesetzbuches verbietet die Entstellung, Verstümmelung oder Beeinträchtigung von Banknoten, die von der Regulierungsbehörde ausgegeben werden.
„Währungen sollten in einem Zustand bleiben, der es ihnen ermöglicht, frei zu zirkulieren und ihre beabsichtigten Funktionen als Tauschmittel, Rechnungseinheit und Wertaufbewahrungsmittel zu erfüllen", sagte die CBK.
Trotz der weit verbreiteten Nutzung digitaler Zahlungen wie M-Pesa und Airtel Money im letzten Jahrzehnt ist Bargeld in Kenia immer noch König, wobei Geldsträuße als beliebte Art des Schenkens auftauchen, ein Trend, der nun die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörde erregt hat.
Die CBK warnte, dass die unsachgemäße Verwendung von Banknoten auch die Qualität, Nutzbarkeit und das öffentliche Vertrauen in die Landeswährung beeinträchtigen kann.


