Australien kommt der Einführung eines klareren Regulierungssystems für digitale Asset-Plattformen näher, nachdem ein Senatsausschuss ein neues Kryptowährung Gesetz unterstützt hat.
Der Senate Economics Legislation Committee veröffentlichte einen Bericht, der das vorgeschlagene Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025 unterstützt, und erklärte, dass es die Regulierung digitaler Vermögenswerte in Australien erheblich stärken würde. Das Gesetz zielt darauf ab, Krypto-Dienstleister in das bestehende Finanzdienstleistungssystem des Landes zu integrieren.
Gesetzgeber sagen, der Vorschlag könnte die Aufsicht über digitale Vermögenswerte in Australien modernisieren und gleichzeitig den Schutz für Investoren und Verbraucher verbessern.
Australien unternimmt einen weiteren Schritt zum Aufbau eines umfassenden Regulierungssystems für die Kryptowährungsbranche. Am 16. März veröffentlichte der Senate Economics Legislation Committee einen Bericht, der die Verabschiedung des Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025 empfiehlt.
Der Ausschuss beschrieb den Vorschlag als erhebliche Verbesserung der Regulierung digitaler Vermögenswerte und stellte fest, dass die Schaffung von Regeln, die Risiken steuern und gleichzeitig technologieneutral bleiben, eine schwierige Aufgabe ist.
Falls verabschiedet, würde die Gesetzgebung Krypto-Plattformen und Anbieter von Verwahrdienstleistungen für digitale Vermögenswerte in Australiens bestehendes Finanzdienstleistungsrahmenwerk integrieren. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Aufsicht zu modernisieren und gleichzeitig traditionelle Marktschutzmaßnahmen anzuwenden, die zum Schutz der Verbraucher entwickelt wurden.
Das Gesetz würde das Corporations Act, 2001 und das Australian Securities and Investments Commission Act, 2001 ändern, um ein strukturiertes Lizenzierungs- und Compliance-Regime für Unternehmen einzuführen, die digitale Vermögenswerte im Namen von Kunden verwalten.
Im Rahmen des vorgeschlagenen Rahmens würden Unternehmen, die Handelsplattformen für digitale Vermögenswerte oder Verwahrdienstleistungen betreiben, ähnlich wie traditionelle Finanzdienstleister behandelt.
Diese Unternehmen müssten eine Australian Financial Services Licence (AFSL) erhalten und Vorschriften einhalten, die Folgendes regeln:
Regulierungsbehörden glauben, dass Vermittler, die Kundengelder halten oder den Handel erleichtern, das größte potenzielle Risiko im Krypto-Ökosystem darstellen. Aus diesem Grund konzentriert sich das Gesetz auf die Regulierung von Dienstleistern und nicht auf die Blockchain-Technologie selbst.
Der Vorschlag würde auch rechtliche Definitionen für Schlüsselbegriffe wie digitale Token einführen und so zur Klärung beitragen, wie bestehende Finanzgesetze auf kryptobezogene Dienstleistungen anzuwenden sind.
Falls das Gesetz in Kraft tritt, würden Unternehmen, die derzeit ohne Australian Financial Services Licence tätig sind, sechs Monate Zeit erhalten, um eine Genehmigung zu erhalten und die neuen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.
Die Übergangszeit soll es bestehenden Unternehmen ermöglichen, ihre Geschäftstätigkeit ohne plötzliche Störungen anzupassen.
Das Gesetz wurde vom Treasury im November 2025 eingebracht und durchlief später seine dritte Lesung im Repräsentantenhaus am 04.02, bevor es zur weiteren Prüfung an den Senat weitergeleitet wurde.
Während der Ausschussuntersuchung reichten Branchengruppen, darunter Börsen, Fintech-Verbände und Anwaltskanzleien, Rückmeldungen zum vorgeschlagenen Rahmenwerk ein.
Viele Interessenvertreter begrüßten die Bemühungen, den regulatorischen Ansatz des Landes zu modernisieren und mehr Klarheit für digitale Asset-Unternehmen zu schaffen.
Einige Teilnehmer äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich des Umfangs bestimmter Definitionen im Gesetzesentwurf. Begriffe wie digitaler Token, Besitz und faktische Kontrolle könnten möglicherweise Infrastrukturanbieter oder Dienstleistungen betreffen, die nicht direkt Kundengelder halten.
Laut dem Ausschussbericht verteidigte das Treasury einen Großteil des aktuellen Entwurfs und deutete an, dass bestimmte Fragen durch zukünftige Vorschriften geklärt werden könnten.
Australien erlegt Kryptowährungsbörsen bereits bestimmte Compliance-Anforderungen auf.
Unternehmen, die digitale Währungsbörsedienstleistungen anbieten, müssen sich vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit beim Australian Transaction Reports and Analysis Centre (AUSTRAC) registrieren. Diese Registrierung konzentriert sich hauptsächlich auf die Einhaltung von Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Die vorgeschlagene Gesetzgebung würde über diese Anforderungen hinausgehen, indem sie einen breiteren Lizenzierungs- und Marktverhaltenrahmen für Anbieter von Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte schafft.
Das Gesetz benötigt noch die endgültige Zustimmung des Senats, bevor es Gesetz wird.
Nach meiner Erfahrung in der Berichterstattung über Krypto-Regulierung besteht die größte Herausforderung für jedes Land darin, das Gleichgewicht zwischen Innovation und Anlegerschutz zu finden. Ich stellte fest, dass Australiens Ansatz in diesem Gesetz versucht, dieses Gleichgewicht zu finden, indem er sich auf Krypto-Vermittler und nicht auf die Technologie selbst konzentriert.
Dieser Ansatz ist sinnvoll, da die meisten Risiken in der Branche in der Regel aus Verwahrungsfehlern, schlechter Compliance oder Missmanagement von Kundengeldern entstehen. Wenn das Lizenzsystem sorgfältig umgesetzt wird, könnte es mehr Vertrauen in den lokalen Krypto-Markt bringen, ohne die Blockchain-Innovation zu verlangsamen.
Für Börsen und Verwahranbieter ist die Botschaft klar. Die Regulierung kommt, und Vorbereitung wird unerlässlich sein.
Der Beitrag Australia Moves Toward New Crypto Regulation Framework erschien zuerst auf CoinLaw.


