Daten von BeInCrypto zeigen, dass Krypto-Trader auf Polymarket vorsichtiger werden, da sich weniger Nutzer aktiv mit Einsätzen auf Prognosemärkten beteiligen. DDaten von BeInCrypto zeigen, dass Krypto-Trader auf Polymarket vorsichtiger werden, da sich weniger Nutzer aktiv mit Einsätzen auf Prognosemärkten beteiligen. D

Krypto-Trader ziehen sich leise aus Prognosemärkten zurück

Krypto-Trader sind weiter auf Vorhersagemärkten aktiv. Allerdings nehmen weniger Trader hohe Risiken in Kauf. Neue On-Chain-Analysen von BeInCrypto zeigen: Risikofreudiges Krypto-Trading auf Polymarket ist seit Anfang Januar stetig zurückgegangen. Besonders hoch war es zweimal: Ende Dezember und in der ersten Januarwoche.

Die Daten zeigen keine Gelegenheitsnutzer oder nur zuschauende Personen. Stattdessen geht es um Wallets, die tatsächlich Aufträge setzen und Liquidität in Krypto-bezogenen Märkten bereitstellen. So sieht man genauer, wie die Stimmung der Trader ist.

Krypto-Aktivität mit starkem Vertrauen erreichte ihren Höhepunkt – und brach danach ein

BeInCrypto-Analysten haben tägliche Maker-Aktivität auf Polymarket in den letzten dreißig Tagen beobachtet. Sie haben dabei nur Krypto-Märkte ausgewählt wie Bitcoin-Kurs, Ethereum-Kurs, Memecoins, NFTs und Airdrops.

Weil das Datenset nur Maker zählt, erfasst es wirklich aktive Wallets, die Risiko eingehen – nicht nur Trader, die bestehende Aufträge annehmen. Die Ergebnisse zeigen zwei deutliche Aktivitätswellen.

 Tägliche Krypto-Maker-Aktivität auf Polymarket, 30 Tage. Quelle: Dune


Die erste Welle gab es Ende Dezember, als täglich über 30.000 Maker aktiv waren. Die zweite und stärkere Welle kam Anfang Januar mit etwa 40.000 bis 45.000 Wallets.

Nach dem 9. Januar drehte sich der Trend allerdings um. Die tägliche Aktivität sank stetig bis Mitte Januar. Sie lag dann wieder bei knapp über 20.000 und fiel am Ende des Zeitraums noch weiter ab.

Weniger Bitcoin-Interesse zeigt: Krypto-Markt kühlt weiter ab

Auch Märkte rund um Bitcoin folgten demselben Muster.

Eine andere Grafik von Dune zu reinen Bitcoin-Maker-Wallets zeigt: Ende Dezember und Anfang Januar war die Aktivität hoch, ging dann aber deutlich zurück.

Am 18. Januar waren noch 2.875 Bitcoin-Maker aktiv. Vorher gab es oft Werte im fünfstelligen Bereich.

Polymarket-Bitcoin-Maker-Aktivität, 30 Tage. Quelle: Dune

Das bestätigt: Der Rückgang betrifft nicht nur Nischen oder Altcoin-Themen. Auch im Bereich Bitcoin ist die Aktivität – also in der größten und liquidesten Kategorie auf der Plattform – gesunken.

Wöchentliche Daten: Polymarket bleibt dominant, Nutzerverhalten verändert sich

Wöchentliche Daten zu Vorhersagemärkten zeigen mehr Details. Polymarket hat weiterhin die meisten Nutzer pro Woche und ist viel größer als kleinere Konkurrenten.

In Spitzenwochen Ende Dezember und Anfang Januar lag die Zahl der wöchentlichen Nutzer plattformübergreifend bei fast 300.000.

Wöchentliche Vorhersagemarkt-Nutzer nach Plattform. Quelle: Dune

Obwohl also weiter viele Nutzer insgesamt aktiv waren, änderte sich die Verteilung. Die Zahl der aktiven Maker in Krypto-Märkten ging zurück. Trotzdem blieb die allgemeine Aktivität der Plattformen hoch.

Diese Entwicklung zeigt, dass Trader die Vorhersagemärkte nicht komplett verlassen haben. Sie überlegen aber genauer, wann und wie viel Kapital sie einsetzen wollen.

Liquiditätsanbieter ziehen sich zurück – Gefahr, dass Nutzer verloren gehen

Der Fokus nur auf Maker ist wichtig, um die Trendwende zu verstehen.

Liquiditätsanbieter ziehen sich oft zurück, bevor auch die Nutzerzahlen insgesamt fallen. Wenn die Volatilität sinkt oder ein Hype verschwindet, setzen Trader weniger neue Aufträge und beobachten lieber die Märkte oder handeln punktuell.

Dieses Muster sieht man deutlich in den Daten. Die Krypto-Maker-Aktivität geht seit Anfang Januar stetig zurück. Das signalisiert weniger Überzeugung bei den Tradern und keine plötzliche Aufgabe des Marktes.

Ein solches Verhalten gibt es auch bei DeFi und in Derivatemärkten. Dort fallen Preise für Finanzierungen, offene Positionen und die Liquidität oft zuerst. Das echte Handelsvolumen sinkt meist später.

Zusammengefasst zeigen die Zahlen ein klares Bild.

Krypto-Trader bleiben den Vorhersagemärkten erhalten. Allerdings wollen weniger Trader Liquidität bereitstellen und Risiken eingehen als noch Anfang Januar.

Einfach gesagt: Vorhersagemärkte zeigen einen Trend zu mehr Vorsicht in der Krypto-Stimmung – erkennbar zuerst bei besonders risikofreudigen Tradern.

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